Stresemann-Werkstatt

Die neu etablierte Stresemann-Werkstatt dient der Förderung, dem Austausch und der Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses vor allem im Bereich der Geschichtswissenschaft, spricht aber auch Rechts- und Sozialwissenschaftler an. Die im Rahmen der Werkstatt veranstalteten Tagungen widmen sich Themen der Außen- und Europapolitik.

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Stresemann-Werkstatt 2016
Vom 14. bis 16. Juli 2016 fand die vierte Stresemann-Werkstatt „Junge Forschung zur Zeitgeschichte“ statt. Doktoranden der Lehrstühle von Professor Dr. Hélène Miard-Delacroix (Paris), Professor Dr. Andreas Rödder (Mainz), Professor Dr. Joachim Scholtyseck (Bonn) und Professor Dr. Andreas Wirsching (München) stellten ihre Dissertationsprojekte vor und diskutierten anschließend im Stresemannsaal der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Weitere Informationen entnehmen Sie dem Programm.
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pdf Bericht Stresemann-Werkstatt 2015
Stresemann-Werkstatt 2015
“Illusionary Visions or Policy Options? Discontent over Cold War Security Architecture in Europe and the Search for Alternatives”, so lautete das Thema der dritten Stresemann-Werkstatt, die vom 5. bis zum 8. Juli 2015, in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz stattfand. Die Suche nach Alternativen zur Sicherheitsarchitektur in Europa seit dem Ost-West-Konflikt war geprägt von atomarer Bedrohung, bipolarer Stabilität und der Teilung Deutschlands auf der Basis zweier Militärpakte. Auch nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und der deutschen Wiedervereinigung beeinflussten diese Strukturen die internationalen Beziehungen maßgeblich, wie jüngst etwa in der Ukraine-Krise deutlich geworden ist. Weitere Informationen entnehmen Sie dem Programm sowie dem Bericht zur Veranstaltung.
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Stresemann-Werkstatt 2012
Vom 5. bis zum 7. Juli 2012 veranstaltete die Stresemann-Gesellschaft in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neueste Geschichte des Historischen Seminars der Universität Mainz die zweite Stresemann-Werkstatt. Das Thema der Werkstatt lautete: "Denk' ich an Europa... Konzeptionen von Europa und Europapolitik seit der Zwischenkriegszeit". Zu diesem Anlass trafen sich Nachwuchswissenschaftler der Geschichts- und Politikwissenschaften aus dem europäischen Ausland und der Schweiz im Stresemann-Saal der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz.
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Dr. Stephan Hölz, Präsident der Stresemann-Gesellschaft, begrüßt Mitglieder und Gäste der Stresemann-Gesellschaft zum öffentlichen Abendvortrag im Festsaal der Mainzer Staatskanzlei
Prof. Dr. Sönke Neitzel bei seinem Abendvortrag zum Thema: "Die Deutschen und der Krieg. Krieg, Armee und Gesellschaft in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland"
Prof. Dr. Andreas Rödder, Präsident der Stresemann-Gesellschaft, leitete und moderierte die zweitägige Stresemann-Werkstatt im Stresemann-Saal der Mainzer Staatskanzlei
Umtrunk im Foyer des Festsaales im Anschluss an den Abendvortrag
Stresemann-Werkstatt 2010

Zusammen mit dem Lehrstuhl für Neueste Geschichte des Historischen Seminars und mit finanzieller Unterstützung durch die Freunde der Johannes Gutenberg-Universität veranstaltete die Stresemann-Gesellschaft am 2. und 3. Juli 2010 im Stresemann-Saal der Mainzer Staatskanzlei eine Tagung, die Nachwuchswissenschaftler der Geschichts- und Politikwissenschaften zusammenführte.

Teil der Stresemann-Werkstatt 2010 war ein öffentlicher Abendvortrag. Prof. Dr. Sönke Neitzel sprach am 2. Juli im Festsaal der Mainzer Staatskanzlei zum Thema "Die Deutschen und der Krieg. Krieg, Armee und Gesellschaft in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland".

Thema der Werkstatt

Vor dem aktuellen Hintergrund andauernder Auslandseinsätze der Bundeswehr und der jüngsten Debatten um die Verwendung des Terminus "Krieg" zur Beschreibung der Lage in Afghanistan gewinnt mancher Beobachter den Eindruck, dass sich die Bundesrepublik Deutschland schwer tut mit ihrer Außen- und Sicherheitspolitik. Fast zwanzig Jahre nach dem Ende des Ost-West-Konflikts hat die Bundesrepublik zwar an außenpolitischem Gewicht und Manövrierfähigkeit im internationalen Staatensystem hinzugewonnen. Aber andererseits scheint sie nach wie vor auf der Suche nach ihrer eigentlichen Rolle in der heutigen, weniger übersichtlichen Weltordnung zu sein, was mit einer zunehmenden Perspektivlosigkeit im Bereich der deutschen Außenpolitik zu korrespondieren scheint. Eine Debatte um die "deutsche Staatsräson", um "nationale Interessen" oder gar um eine außenpolitische "grand strategy" scheint daher bis dato nicht stattzufinden.

Wo aber liegen die Gründe für diese Unklarheiten und für die heutigen, zuweilen nebulösen Debatten im Bereich der deutschen Außenpolitik? Kann man aus historischer Perspektive sogar von einem gesellschaftlichen Verlust oder von einem Teilverlust des außen- und sicherheitspolitischen Ernstfalldenkens im realpolitischen Sinne sprechen, welcher die gegenwärtige Debatte im Bereich der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik zu charakterisieren scheint? Und wenn man davon sprechen kann: an welchen historischen Wegmarken der bundesdeutschen Zeitgeschichte manifestierte sich dieser Verlust?
Oder ist die Frage nach dem "Ernstfall" genau wie die Frage nach der "deutschen Staatsräson" und ihren Zielen, Mitteln und Kosten in der heutigen, postmodernen und globalisierten Welt anachronistisch oder gar obsolet geworden?
Jene zentralen Fragen der Vergangenheit und der Gegenwart zu erörtern und zu beantworten, war die Aufgabe der Stresemann-Werkstatt 2010.

In diesem thematischen Rahmen diskutierten Nachwuchswissenschaftler in drei Panels Themen der jüngsten deutschen Zeitgeschichte:

  • deutsche Außenpolitik und die Frage des besten Regimes
  • deutscher Kernwaffenverzicht und politische Kultur
  • deutsche Außenpolitik und nukleare Rüstungsbegrenzung
  • Außenpolitik in der Ära Genscher
  • Friedensbewegung und NATO-Doppelbeschluss
  • Legitimationsstrategien deutscher Außenpolitik im Kosovokrieg
  • deutsche Außenpolitik und Afghanistankrieg